Sandskulpturen: wie kann man das selber machen?

Sand in den Schuhen ist lästig. In den Augen noch mehr. Als Baustoff bieten die feinen Körnchen allerdings viel Spaß und ungeahnte Möglichkeiten. Wer zum ersten Mal Sandskulpturen sieht, fragt sich wie die rieselfreudigen Körner überhaupt zusammenhalten. Die Antwort ist einfach: Die Künstler verwenden sehr kantigen Fluss-Sand, wie er etwa auch auf Baustellen eingesetzt wird. Durch den Mix aus feinen und größeren Körnern haften die Schichten aufeinander, so dass sie über mehrere Tage stabil bleiben. Was man alles braucht, damit die Sandphysik standhält, erklärt das sand-abc.de. Als „Klebstoff“ dient in jedem Fall nur reines Wasser.

Besonders beeindruckend sind die Kunstwerke in großen Dimensionen, wie man sie hierzulande etwa beim sandfest-ruegen.de sehen kann. Über 8000 Tonnen Sand werden hier mithilfe von Schaufeln, Kellen und Pinseln zu einer Traumwelt verwandelt. Ganz feine Details schneiden die Künstler sogar mit Skalpellen aus den Sandskulpturen heraus. Damit die Kreationen auch dem küstentypischen Wund standhalten, wird die Masse vorher fest gepresst.

Da jeder Künstler klein anfängt, bieten manche Veranstalter spezielle Workshops für Einsteiger. Oder sie informieren online über die Grundlagen. Auf der Webseite sandworld.de können Neugierige zum Beispiel alle wichtigen Fachausdrücke der Sand-Konstrukteure nachlesen. Eine kurze Anleitung erklärt, wie man Sandskulpturen gestaltet: von der Auswahl des richtigen Sandes über das Verdichten bis zum Herausarbeiten der Formen. Inspirationen bekommt man in den Foto-Galerien, sei es für Architekturformen, Gegenstände oder anatomische Figuren. Den passenden Sand und Werkzeuge findet man im örtlichen Baumarkt. Wichtig: nach möglichst würfelförmige Sandkörnern fragen.

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